Waffenlieferungen? Nicht mit der italienischen Gewerkschaft

Vergangene Woche entdeckten Arbeiter:innen auf dem Flughafen in Pisa, Italien, dass sich zwischen Hilfsgütern für die Ukraine auch Waffen und Sprengstoff befanden. Daraufhin weigerten sie sich, die militärischen Güter zu verschicken. Seitdem werden Waffenlieferungen blockiert.

Während der Österreichische Gewerkschaftsbund den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine scharf verurteilt und auch ein Spendenkonto eingerichtet hat, setzte die Gewerkschaft in Italien (USB Unione Sindacale di Base) nun noch entschiedenere Schritte. Sie verurteilte neben Russlands Angriffskrieg auch die Waffenlieferungen und stellte sich hinter die Arbeiter:innen. Bei einer von der USB ausgerufenen Antikriegsdemonstration vergangenen Samstag verurteilte die Gewerkschaft auch die Expansionspolitik der NATO.

Im Vergleich dazu erntete Frank Wernke, der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di), der zweitgrößten Gewerkschaft Deutschlands, Kritik, weil er bei einer Rede vor Kurzem über das Thema „Waffenexporte“ Schweigen breitete.

Es ist nicht das erste Mal, dass Arbeiter:innen in Italien Aktionen gegen Waffenexporte setzen. Erst im letzten Jahr blockierten Hafenarbeiter:innen in Genua Waffenexporte für den Jemenkrieg und gingen auch auf Streik. 

Die junge Welt berichtet über die Forderungen der italienischen Gewerkschaft.

Die Waffenlobby ist eine mächtige Lobby und Staaten profitieren finanziell von Waffenexporten.

Die Gewerkschaft in Deutschland hat zu Waffenexporten nichts zu sagen.