Putins Russland: Steht die russische Bevölkerung hinter dem Ukrainekrieg?

Ab und zu hören wir in den Medien Berichte darüber, dass Proteste in Russland gegen den Krieg mit der Ukraine auf die Ukraine brutal niedergeschlagen werden. Doch generell wird von Putin und auch von vielen westlichen Medien behauptet, die russische Bevölkerung stünde hinter dem Krieg. 

Was daran wirklich dran ist, ist schwer zu sagen. Putin hat langfristig ein Umfeld geschaffen, das ihm nun zugute kommt. Nicht nur, dass er mit Propaganda darüber, wie beliebt der Ukrainekrieg bei den in Russland lebenden Menschen angeblich sei, Verunsicherung bei der Bevölkerung erzeugt. Er hat seine lange Amtszeit genutzt, um zu etablieren, dass Regierungskritik scharf sanktioniert wird. Die gegenwärtige Lage stellt keine Ausnahme dar: auf Antikriegsaussagen stehen lange Haftstrafen, die Proteste gegen den Krieg werden mit Gewalt aufgelöst und Kommunikationskanäle wie etwa Facebook wurden von der russischen Regierung gesperrt. So verängstigt Putin die Menschen, die den Krieg ablehnen, und treibt sie in den Untergrund.

Dazu kommt, dass die Oppositionsparteien keinen organisierten Widerstand gegen den Krieg leisten können. Unter Putin wurden oppositionelle Parteien schrittweise verboten, nun gibt es nur noch vier Parteien. Da zu Wahlen nur Parteien antreten dürfen, die dem Regime Putin nicht zu kritisch gegenüberstehen, ist auch die kommunistische Partei Russlands keine wirkliche Opposition gegen den Krieg. Warum die Antikriegsproteste in Russland daher so wichtig sind und was das alles mit Putins Karriere zu tun hat bespricht Flora Petrik in der neuen Folge von „Kein Katzenjammer“ mit Alisa Vengerova.

Alisa Vengerova spricht in “Kein Katzenjammer” über das System Putin.

Le Monde Diplomatique beleuchtet die Karriere Putins.

Die Zeitschrift Luxemburg berichtet über die Proteste in Russland gegen den Ukrainekrieg.