Lesekreis: The State we’re in

Als Linke wollen wir unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Weg von Konkurrenzkampf und Ausbeutung, hin zu Freiheit und Gleichheit. Um diesen Weg erfolgreich zu gehen, brauchen wir – neben gelebter Solidarität und breiter Organisierung – eine treffende Analyse der Gegenwart. Eine Analyse die uns hilft, die Welt die uns umgibt zu verstehen und Chancen und Hindernisse für ihren Wandel auszumachen.

Wesentlicher Teil einer solchen Analyse ist die Auseinandersetzung mit dem Staat, stellt dieser doch einen gesellschaftlichen Faktor von unübersehbarer Relevanz dar. Dementsprechend wollen wir uns im Rahmen des Lesekreises “The State we’re in” mit verschiedenen Ansätzen kritischer Staatstheorie beschäftigen. Wir wollen diskutieren, was der Staat genau ist und welche Rolle er für linke Politik spielt. Unseren Ausgangspunkt stellt dabei die Arbeit diverser marxistischer Autor:innen dar.

Was? Online-Lesekreis
Wann? Ab 3. März immer Donnerstags, von 19:00 bis 21:00 Uhr

Wir lesen Auszüge aus folgenden Texten

Verfasst in den Tagen der Russischen Revolution wurden Lenins Überlegungen zum Staat prägend für Generationen linker Aktivist*innen. In diesem Sinne stellen sie auch heute noch eine anregende Lektüre dar.

Erstmal veröffentlicht in den Kindertagen der Sowjetunion nimmt Allgemeine Rechtslehre und Marxismus den Zusammenhang von Recht, Staat und Ökonomie auf einer fundamentalen Ebene in den Blick. Mit dem Tod der Russischen Revolution Ende der 1920er Jahre findet seine Rezeption ein vorläufiges Ende, bis es post ‘68, wieder zu neuer Popularität gelangte.  

Staatstheorie umreißt das Entstehen und die Entwicklung des Staates als Ergebnis sozialer Konflikte und skizziert darauf aufbauend einen demokratischen Weg zum Sozialismus. Erschienen in den 1970ern ist es Zeugnis einer kommunistischen Bewegung auf der Suche nach Erneuerung.

Beiden Texten liegt Rosa Luxemburgs Auseinandersetzung mit der Revolution in Russland, einmal der von 1905, einmal der von 1917, zugrunde. Sie beschäftigen sich mit Fragen der politischen Organisation, Führung und Spontanität. Im Kontext dieses Lesekreises sind sie von Interesse, um anhand ihrer zu diskutieren, was eine Linke auszeichnen sollte, will sie erfolgreich auf den Staat einwirken.

Im Anschluss an Johannes Agnoli werden wir uns eingehender mit der Frage auseinandersetzen, wie sich staatliche Parlamente und in weiterer Folge staatliche Politik für linke Ziele nutzen lassen und wie nicht. Sein Aufsatz Transformation der Demokratie erschien kurz vor der Revolte von 1968 und wurde im Zuge dieser breit diskutiert.

Texte und sonstige Unterlagen bekommst du von uns zur Verfügung gestellt. Bei Fragen kannst du dich bei Max unter max.rigele@jungelinke.at melden.

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