Mit einem unbeheizten Wohnzimmer vor dem Landhaus protestieren die Jungen Linken Oberösterreich gegen die geplante Preis-Erhöhung der Energie AG

Linz – Am 2. Jänner erhöht die Energie AG allen Kunden die Strom- und Gaspreise um mehr als das Dreifache. Während die Haushalte zur Kasse gebeten werden, bedeutet das Millionen-schwere Gewinnausschüttungen an die Landes- und Stadtregierung. Gegen die Teuerung bei Strom und Gas haben die Jungen Linken vergangenen Samstag vor dem Landhaus protestiert. „Die Energie AG hat allein im ersten Halbjahr 135 Millionen Euro Gewinn gemacht. Während wir Zuhause frieren, klingeln bei den Energiekonzernen die Kassen“, sagt Julian Matjasic (23), Sprecher der Jungen Linken Oberösterreich.

„ÖVP-Landeshauptmann Stelzer und Bürgermeister Luger sollten sich dafür einsetzen, dass sich jeder ein warmes, helles Zuhause mit Stromversorgung leisten kann. Stattdessen füllen sie mit den Gewinnen der Energie AG das eigene Budget auf“, sagt Matjasic. Die Energie AG ist zum Großteil in öffentlicher Hand: 52,71% sind über die Landesholding dem Land Oberösterreich zuzurechnen und 10,35% der Stadt Linz. Die jungen Aktivisten wollen, dass die Preiserhöhung gestoppt und Energie wieder gemeinnützig organisiert wird.

Weil auch die bundesweite Netzgebühr steigt, müssen Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden mit einer Mehrbelastung von 219,30 Euro (brutto) rechnen. Ohne die Strompreisbremse der Bundesregierung – die aus Steuergeldern bezahlt wird – wären es sogar 799 Euro.