Benzinpreisdeckelung: Soziale Gerechtigkeit oder Zuckerl für SUV-Fahrer:innen?

Am 8. März ist der Dieselpreis in Österreich zum ersten Mal auf über 2 Euro pro Liter gestiegen. Das bedeutet noch eine zusätzliche Belastung neben der Teuerungswelle bei Lebensmittel und Energie, vor allem für jene, die auf das Auto angewiesen sind. Dass die Ölpreise gestiegen sind, hat verschiedene Gründe, einer davon ist der Krieg in der Ukraine, da Russland zu den wichtigsten ölfördernden Staaten gehört.

Paradox ist, dass die Ölpreise schon wieder gesunken sind, der Preis für Treibstoff allerdings nicht. Sprit ist aktuell viel teurer ist, als es der Ölpreis erlauben würde. Wer sich dabei das Geld in die Tasche steckt, sind die Mineralölkonzerne: Innerhalb von nur 14 Tagen haben diese ihre Gewinne von durchschnittlich 20 Cent pro Liter auf über 50 Cent erhöht. Und das auf Kosten der Endverbraucher:innen.

Die Vermutung liegt nahe, dass es Preisabsprachen von Ölanbietern gibt, die die Gunst der Stunde nutzen um ihre Profite zu steigern. Hier könnte eine Deckelung der Preise Abhilfe schaffen. Keine absolute Deckelung an den Tankstellen, sondern eine Deckelung der Gewinnspannen, die sich am Ölpreis orientieren muss. Wenn dann Preise für Menschen mit niedrigen Einkommen immer noch schwer leistbar sind, können sozial-gestaffelte Unterstützungsmaßnahmen treffsicher helfen. Denn für viele Menschen, vor allem am Land, ist es aktuell leider nicht möglich, auf Öffis umzusteigen.

Miriam Frauenlob beleuchtet in “Kein Katzenjammer” das Chaos auf den Rohstoffmärkten.

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